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Blutzuckermaßeinheiten und die Bedeutung des Harnzuckers bei Diabetes mellitus



Patienten mit Diabetes mellitus haben eine gestörte Regulation des Blutzuckerspiegels. Die Höhe der Blutzucker-Werte wird heute überwiegend in mmol/l angegeben. Die veraltete Einheit mg/dl wird allerdings auch noch gelegentlich verwendet und führt oft zu Verwirrungen. Die Umrechnung kann folgendermaßen vorgenommen werden: 1mmol/l = 18,2 mg/dl oder umgekehrt 1mg/dl = 0,055 mmol/l.


Beim Stoffwechselgesunden sinkt der Blutzucker im Nüchternzustand nicht unter 3,3 mmol/l (60 mg/dl) ab. Vor dem Essen liegen die Werte zwischen 4,4 und 6,1mmol/l (80 und 100 mg/dl ) und nach dem Essen steigen sie nicht über 7,7 mmol/l (140 mg/dl) an. Diese feine Regulierung des Blutzuckers wird hauptsächlich durch das Insulin gewährleistet, das von der Bauchspeicheldrüse je nach Bedarf ausgeschüttet wird.

Bei Blutzuckerwerten über 10 mmol/l (180 mg/dl) ist die Nierenschwelle überschritten.

Hat der Blutzucker bei Patienten mit Diabetes mellitus eine gewisse Höhe erreicht, wird der überschüssige Zucker über die Niere ausgeschieden. Diesen Schwellenwert nennt man auch Nierenschwelle. Sie liegt in der Regel bei 10 mmol/l (180 mg/dl). Harnzucker kann man also erst dann nachweisen, wenn diese Nierenschwelle überschritten ist.


Grafik: Insulinspiegel eines Diabetikers im TagesverlaufDie Nierenschwelle beim Diabetiker: Übersteigt der Blutzucker die Nierenschwelle (etwa bei 10 mmol/l (180 mg/dl)), tritt Zucker in den Harn über.

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