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Leishmaniose



Die Leishmaniose ist eine Krankheit, die durch Parasiten (sogenannte Leishmanien) ausgelöst wird. Überträger sind verschiedene Arten von Sand- oder Schmetterlingsmücken. Durch den Stich gelangen die Parasiten in den Blutkreislauf und schädigen Milz, Leber, Knochenmark, Lymphknoten, Haut und Schleimhaut. Es gibt viele Krankheitsformen der Leishmaniose – Experten unterscheiden hauptsächlich drei: die Haut-Leishmaniose, die innere Leishmaniose und die Schleimhaut-Leishmaniose. Die innere Leishmaniose ist unter dem Namen Kala-Azar bekannt. Sie endet vielfach tödlich.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Leishmaniose

  • Bei einer Haut-Leishmaniose bildet sich eine Rötung um den Stich und später ein Geschwür.
  • Die Schleimhaut-Leishmaniose führt zu einer Zerstörung des Mund-Nasen-Bereichs. Hier können zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit 30 Jahre liegen!
  • Die innere Leishmaniose (Kala Azar) zeigt zunächst die Symptome wie die Haut-Leishmaniose. Die eigentliche Erkrankung beginnt oft schleichend. Hinweise können Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust und Fieber sein. Bleibt diese Form der Leishmaniose unbehandelt, schädigen die Parasiten Leber und Milz, was zum Tod führen kann.

Diagnose und Behandlung bei Leishmaniose

Je nach Art der Leishmaniose fällt die Diagnose aus. Der Arzt kann bei einer Haut-Leishmaniose den Erreger durch Gewebeentnahme bestimmen. Bei einer inneren und der Schleimhaut-Leishmaniose geschieht dies durch Blutanalyse. Der Arzt kann je nach Schwere und Art der Leishmaniose entweder gezielt mit Medikamenten gegen die Parasiten vorgehen oder den körpereigenen Heilungsprozess auch nur überwachen.

Wo kommt Leishmaniose vor?

Nach Angaben der WHO sind weltweit etwa 12 Millionen Menschen von Leishmaniose betroffen. Die Hauptrisikogebiete liegen in Mittel- und Südamerika, Afrika, Kleinasien und auf dem indischen Subkontinent.
Weltkarte der Leishmaniose-Verbreitung
© WHO, 2006

Mögliche Impfungen gegen Leishmaniose

Einen Impfschutz gibt es bisher nicht.

Vorsorge gegen Leishmaniose

Um nicht infiziert zu werden, sollte man für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung, beispielsweise lange Hosen und Hemden, sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz für das Bett sollte ebenfalls dazugehören.

Aktuelle Hinweise zu Krankheiten im jeweiligen Reiseland gibt das Auswärtige Amt
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